Samstag, 27. Mai 2006

Allein Gott die Ehre!

Römer 11, 33-36:
O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege!
Denn »wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen«?
Oder »wer hat ihm etwas zuvor gegeben, dass Gott es ihm vergelten müsste«?
Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.


Wie groß ist doch Gott!
Mit diesen Worten beginnt unser Text heute. Diese Aussage ist nicht als Frage formuliert. Nein, es ist eine Tatsache, eine Feststellung, die Paulus hier trifft. Er sagt es direkt und ohne schnörkel. Wie groß ist doch Gott! Direkt im Anschluss bringt Paulus Argumente für seine Aussage.

Alles an Gott ist unendlich. Sein Reichtum, seine Weisheit, seine Gedanken – ja sein ganzes Wesen. Wir können es nicht fassen, aufnehmen, nachvollziehen.

In Vers 35 stellt Paulus die Frage, wer von uns hat denn Gott schon einmal etwas gegeben, das er nun von Gott zurückfordern könnte? Wer von uns hat Gott schon einmal Tipps gegeben. Wer hat Gott schon einmal aus der Patsche geholfen? Wer hat schon einmal etwas für Gott gemacht, wofür Gott sich zu bedanken hatte bei uns?

Wer von uns hat schon etwas so tolles geleistet, dass er vor Gott damit prahlen könnte? Wir haben nichts und können nichts, mit dem wir prahlen können, auf das wir stolz sein können. Nichts ist an uns wofür wir uns rühmen könnten.

Jetzt denken einige von uns -ich eingeschlossen- ja aber ich kann doch toll Musik machen, ich kann super Fussball spielen, ich weiß viel mehr als alle anderen....

Ihr wisst für euch selbst am Besten wo und wie diese Liste fortgedacht werden könnte.

Aber an uns ist nichts, was wir uns zuschreiben könnten, denn Paulus schreibt in Vers 36:

Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.


Für uns bleibt nichts übrig. Alles, alles, aber auch wirklich alles kommt von Gott. Deshalb gebührt uns nicht die Ehre, sondern Gott allein (Vers 36 b)

Wir drehen uns selbst viel zu oft um uns selber. Wir schreien und denken viel zu oft „ICH“.....laßt uns doch viel öfters „Jesus“ schreien. Denn ihm gebührt alles Lob und alle Ehre. Er hat am Kreuz alles für uns vollbracht. Was können wir dagegen in die Waagschale werfen? Wollen wir uns versuchen mit Jesus zu messen? Nein! Es geht auch gar nicht. Es gilt einfach das in Freude anzunehmen, was am Kreuz vollbracht wurde und Jesus alle Ehre zu bringen.

Paulus hat in seinem Brief an die Galater folgendes geschrieben:

Es sei aber fern von mir, [a]mich zu rühmen als allein des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch den mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.
Gal. 6,14

Wir sind tot für die Ansprüche dieser Welt. Was sind die Ansprüche dieser Welt? -sie stehen immer in Verbindung mit unserem EGO! Die Ansprüche dieser Welt sind, sich selbst versuchen am Besten darzustellen. Das Denken dieser Welt dreht sich immer nur um das persönliche ICH.

Aber Jesu Tod am Kreuz hat uns befreit von diesem Denken. Wir sollen und dürfen jetzt uns, so wie Paulus, des Kreuzes rühmen. Weg von uns, hin auf Jesus unseren Blick richten. Somit kommen wir auch an den Punkt wofür wir eigentlich geschaffen sind.

Alles hat Gott zu einem Zweck geschaffen. Unser Zweck ist es Gott Lobpreis zu bringen. Wir sind geschaffen um Gott die Ehre zu geben, ihn zu loben, ihn zu preisen.

Rick Warren schreibt dazu in seinem Buch „The purpose driven LIFE“

„Gott loben bzw. Lobpreis ist weit mehr als nur singen und beten zu Gott. Gott loben/ Lobpreis ist eine Art zu leben, sich an Gott zu erfreuen, Gott zu lieben und uns selbst zu geben, damit wir für Gottes Zwecke benutzt werden können.
Wenn wir unser Leben zur Ehre Gottes gebrauchen, dann kann alles was wir tun ein Akt des Lobpreises werden!“

Ich möchte schließen mit 1. Kor. 10, 31 (Luther): „Ob ihr nun eßt oder trinkt oder was ihr auch tut, das tut alles zu Gottes Ehre!“

Laßt uns zur Ehre Gottes leben!

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